Kein Schmarrn: Josef Resch, Eigentümer und Geschäftsführer der österreichischen Großbäckerei, war noch nie in Luxemburg. Aber seit einem halben Jahr ist er hier im Gastronomie-Bereich präsent. „Wir haben schon vierzig Kunden“, sagt der 57-Jährige stolz.
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Resch
(cc) - Wenn Luxemburger Hotelgäste nach dem morgendlichen Croissant greifen, vermuten sie kaum ein österreichisches Produkt. Doch das Unternehmen Resch&Frisch Franchise aus dem österreichischen Wels hat bereits vierzig Kunden von seinem Angebot überzeugt. Luxemburg steht nach Deutschland, Italien und der Schweiz nun auf dem Expansionsplan des Geschäftsführers und Inhabers Josef Resch.
In Österreich ist Josef Resch ein bekannter Unternehmer. Der 57-jährige Kaufmann einer Bäckerfamilie aus Wels hatte 1988 eine Idee: Wenn man die Brötchen, Pizzen oder Kuchen halb fertig gart und dann schockfrostet, braucht man nur einen kleinen Ofen von rund 60x60 Zentimetern – und schon ist in kürzester Zeit ein breites Sortiment fertig, das von frisch Gebackenem nicht zu unterscheiden ist. Diese Idee vermarktet Resch seit einem halben Jahr auch in Luxemburg. „Mit Erfolg“, wie der Österreicher betont. „Wir haben schon rund vierzig Kunden.“ Dazu gehören unter anderem das Hotel Meliá Luxembourg, das Carlton Luxembourg und das Golden Tulip Hotel Central Molitor.
Vom großen Kongresshotel bis zu dem, was Resch „Mama&Papa-Hotel“ nennt, kann sich jeder Kunde für ihn passende Sortimente für das Frühstücksbuffet, den Brotkorb zu Mittag, das nachmittägliche Kuchenangebot und warme Snacks wie Flammkuchen und Pizza am Abend aussuchen. Benötigt wird nur eine Tiefkühlschrank und ein Fertigbackofen. „Dann muss der Hotelier nicht sagen, dass er nichts hat – aber auch nicht viel einkaufen“, erklärt Resch. Ihm war es wichtig, Backwaren jederzeit verfügbar zu machen.
30 Millionen Euro für die Expansion
Resch hat 16 000 Kunden in der Gastronomie – vom Hotel Sacher bis McDonald's. Nun baut er das Stammwerk für 30 Millionen Euro aus, damit die Expansion in Deutschland, Luxemburg, Slowenien, der Slowakei, Tschechien und Polen klappt.
Insgesamt will er in zehn Ländern wachsen. Bislang stehen 40 000 seiner Backstationen bei den Kunden. In Deutschland, Italien und der Schweiz ist er bereits vertreten. „Luxemburg beliefern wir derzeit noch vom saarländischen Bliesen aus“, erklärt er in einem Exklusiv-Interview mit dem „Luxemburger Wort“ von Samstag.