• Asyl: Luxemburg erhält technische Hilfe von der EU
  • (C.) - Am Rande des informellen Treffens der EU-Innen- und Justizminister in Kopenhagen hat Immigrationsminister Nicolas Schmit am Donnerstag ein Abkommen mit dem Direktor des Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO) unterzeichnet. Wie aus einer Pressemitteilung der EASO hervorgeht, sieht die Übereinkunft die Entsendung von europäischen Experten nach Luxemburg vor, die die hiesigen Beamten bei der Bearbeitung der Asylanträge unterstützen sollen.

    Im vergangenen Jahr stellten rund 2 000 Flüchtlinge einen Antrag auf Asyl, das sind vier Mal mehr als noch 2009. Fast die Hälfte der Asylbewerber stammt aus Serbien (rund 43 Prozent), gefolgt von Mazedonien (21 Prozent). Die Aussichten, dass deren Asylanträge genehmigt werden, sind äußerst gering. Der Zustrom von Asylanträgern vor allem aus den Balkan ist weiterhin ungebrochen, wie Minister Schmit betonte.

    Große Probleme

    Dennoch bereitet der große Flüchtlingszustrom der Politik große Probleme, dabei geht es nicht nur darum, eine adäquate Unterbringung für die Asylbewerber zu finden, auch müssen die Anträge bearbeitet werden, von denen im vergangenen Jahr teilweise gar keine mehr angenommen wurden, weil die Behörden überfordert waren.

    Mittlerweile hat das Immigrationsministerium die Zahl seiner Mitarbeiter aufgestockt, die neuen Beamten sollen nun von den Experten der EASO geschult werden. Dabei geht es in erster Linie um die Vermittlung von Interviewtechniken und von Entscheidungsstrukturen, heißt es in der Pressemitteilung.