Im benachbarten Metz soll eine Tram auf Rädern die Verkehrsprobleme lösen.
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Die Tram in der Hauptstadt? Für Wiseler ein klares Muss (Fotomontage: LW).
(vb) – Im Gegensatz zu seinem Minister- und Parteikollegen Luc Frieden hat sich Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler uneingeschränkt für den Bau der Straßenbahn in der Hauptstadt ausgesprochen. Im "Luxemburger Wort" antwortete Wiseler, ob die Tram noch immer aktuell sei, mit einem "ganz klaren Ja".
Die Straßenbahn sei notwendig, um vor allem im Berufsverkehr große Mengen an Passagieren von A nach B zu transportieren, meinte Wiseler in einem Interview mit dem "Luxemburger Wort". Ein charmanter Nebeneffekt der Straßenbahn sei, dass durch die wegfallenden Busse auf den innerstädtischen Straßen viel Platz für andere Verkehrsteilnehmer frei werde. Diese würden zurzeit vielbefahrene Verkehrsachsen zusätzlich belasten.
Finanzminister Frieden hatte sich in der vergangenen Woche nuancierter über die Straßenbahn geäußert und auf den hohen Finanzbedarf hingewiesen.
"Komplettes Transportangebot"
Die Autobusse seien vor allem morgens und im Feierabendverkehr an ihren Grenzen angelangt. "Den restlichen Tag stehen Fahrer und Busse notgedrungen zur Verfügung. Nun wäre es aber wirtschaftlicher Unsinn, sie irgendwo den Feierabendverkehr abwarten zu lassen. Also setzen wir sie ein, um tagsüber ein komplettes öffentliches Transportangebot anzubieten", erklärte Wiseler.
Für das am Samstag beginnende Autofestival wünscht sich der Nachhaltigkeitsminister, dass sich die Kunden für sparsame Fahrzeuge und besonders Elektroautos entscheiden. In einem kleinen Land wie Luxemburg seien Elektroautos für die kurzen Wege besonders gut geeignet.