- Der Kreis schließt sich
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Interview von Eric Hamus
Inborn! feiern ihr zehntes Jubiläum mit einer „Heat Wave Part 1“ ...
Im Exit07 begehen Inborn! am Samstagabend ihren zehnten Geburtstag. Als besondere Partygäste wurden Lumi (L) und Reptile Youth (DK) eingeladen. Mit Inborn!-Frontmann Cédric Kayser hat sich Young & Smart (LW) über die Vergangenheit, Katalysatoren und natürlich die Zukunft unterhalten – konnte die Band doch mit Snowhite ein namhaftes Label an Land ziehen.Cédric Kayser: Uns war es wichtig, kein Jubiläum im herkömmlichen Sinne zu feiern, vor allem da die Band noch nie viel Wert auf konventionelle Rituale gelegt hat. Uns geht es jetzt vielmehr darum, den Blick nach vorne zu richten.
Persona, das jüngste Album von Inborn!, wird vom Label Snowhite in Kürze auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertrieben. Das Album wurde von Ross Robinson produziert.
Foto: Inborn! Lässt das „Part 1“ im Event-Titel denn auf weitere Veranstaltungen schließen?Kayser: „Heat Wave“ ist ein Konzept, das uns schon lange vorschwebt. Wir wollten ein kleines Festival organisieren, für das wir einen Kurator auswählen. Künstler eben, die dann das Line-up selbst zusammenstellen und sich dabei in ihrem Umkreis oder an ihrer Inspirationsquelle bedienen. Allerdings wollen wir das nicht auf Luxemburg beschränken, sondern wir haben noch andere europäische Städte im Visier. Zum Beispiel Berlin oder London.
Inborn! konnte sich auf dieser Ebene bereits mit den Fiction-Partys einen Namen machen. Seht ihr euch also auch als Katalysator?Kayser: Genau das trifft es auf den Punkt. Als Musiker lernst du ganz interessante Menschen kennen: andere Musiker, Künstler, Fotografen, teils sogar Wissenschaftler. Uns ist es wichtig, aus diesem Umkreis heraus interessante Konzepte zusammenzustellen.
Stichwort: Vergangenheit. Zwei Mitglieder haben die Band verlassen. Neue Künstler sind dazugestoßen. Wie definierst du die neuen Inborn!?Kayser: Inborn! sind mehr kollektive Identität als Band. Wir hatten das Glück, neun Jahre zusammen mit ganz guten Freunden Musik zu schaffen und uns auszutauschen. Die Chemie stand im Mittelpunkt. Jetzt geht es mehr um die Vision. Wir haben eine gewisse Vorstellung. Und alles, was wir jetzt als Band schaffen, ist eine logische Konsequenz dieser Vorstellung.
Welchen Einfluss hatte der Wechsel auf euren Sound?Kayser: Wir sind kurz davor, unseren nächsten Schritt zu tätigen. Wir verfügen jetzt über gleich zwei Soundingenieure. Atlas übernimmt den Elektro-Part und Jan, übrigens auch ein Produzent, übernimmt Keyboard. Damit können wir unser ganz eigenes Soundgerüst entwickeln. Und das soll sich auch auf der Bühne wiederfinden. Wir wollen viel mehr Vernetzung auf der Bühne, mehr Kommunikation zwischen den Instrumenten und Protagonisten.
Ihr habt vor wenigen Tagen einen Deal mit dem deutschen Label Snowhite abgeschlossen ...Kayser: Snowhite hat Interesse an uns angemeldet und war beim Sonic Visions in der Rockhal zugegen. Mit Unterstützung von Music:LX konnte der Deal dann abgeschlossen werden. Unser Album wird vor dem nächsten Sommer in Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheinen.
Auf was können sich die Fans am Samstagabend einstellen?Kayser: Sie können am Samstagabend sehen, wie sich der Kreis nach zehn Jahren geschlossen, sich die Band weiter entwickelt hat. Vor allem erwartet sie einen Vorgeschmack auf Inborn! der nächsten Jahre!
